4. Phase: Auflösung des Luftelements

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5. Phase: Auflösung des Raumelements
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4. Phase: Auflösung des Luftelements

Eine der nächsten Phasen im tibetanischen Totenbuch, welche den Prozess des Übergangs leichter zu verstehen hilft, ist die sogenannte Auflösung des Luftelements. Es ist mit dem zweiten Chakra, dem Sakralchakra verbunden. Dieser Abschnitt macht sich bemerkbar, indem die Atmung noch schwächer wird. Sie wird rasselnd und mühsam. Das Einatmen wird kürzer und das Ausatmen länger. Diese Abschnitte verlängern sich, das Atmen wird anstrengend. Jetzt fühlt sich dies innerlich wie ein Sturm an, als würde der Sterbende hin und her gebeutelt. Der Körper wird kalt, nur um das Herz ist noch Wärme zu spüren. Die Augen fallen zurück in die Augenhöhlen und sie können sich verdrehen. Der Kontakt zur Außenwelt bricht völlig ab. Die Zeit zwischen dem Aufhören des Atmens und dem Aufhören der inneren Atmung ist verschieden lang. Die Halluzinationen und Visionen können sich in der Phase der Auflösung des Luftelements verstärken.

So können Sie den Sterbenden begleiten:

  • Dieser Abschnitt ist noch einmal unruhig. Reden Sie weiterhin mit dem Sterbenden, er nimmt Sie und sich noch wahr.
  • Sagen Sie ihm, dass der starke Wind nur eine Täuschung ist und ihm nichts anhaben kann.
  • Bleiben Sie ruhig und versuchen Sie so gut es für Sie geht, sich auf die Situation einzulassen. Das ist die beste Hilfe die Sie in dieser Phase geben können.

Auflösung des Luftelements

Stärken Sie in dieser Phase den Sterbenden, seinen Körper ganz loszulassen. Falls Ihre Kräfte an einen Grenze stoßen, holen Sie sich bitte den Beistand einer Fachkraft. Es ist oft sehr schwer als Angehöriger, wenn man anscheindend nur da sein kann und nicht helfen kann. Verdeutlichen Sie sich, dass Ihre ruhige Anwesenheit oft mehr hilft, als hektisches Tun. Hinsetzen, entspannen und einfach Dasein hilft enorm. Es naht die letzte Phase, bei der es sich um die Auflösung des Raumelements handelt.

Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie Fragen haben.

Foto: Photo Arts Dr. Heinz Baier