5. Phase: Auflösung des Raumelements

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5. Phase: Auflösung des Raumelements

Dies ist der letzte Abschnitt im aktiven Sterbeprozess, die Auflösung des Raumelements. Nach dem tibetanischen Totenbuch spielt er sich im Kronenchakra ab. Jede Lebensenergie verschwindet. Hier hat der Sterbende Wahrnehmungen vom Tod, die schrecklich sein können oder auch von leuchtenden Engeln, die ihn holen. Sie verblassen schnell. Die Atmung ist kurz und der Sterbende schnappt nach Luft. Dann hört das Herz zu schlagen auf.

Gemäß der westlichen Medizin ist der Mensch tot, aber nach den Tibetern ist die seelische Energie noch da und sie löst sich erst nach zwei bis drei Tagen auf. Deshalb wäre in diesen Tagen – im Abschnitt der Auflösung des Raumelements eine Aufbahrung sinnvoll.

In dieser Phase kann es oft zu eigenartigen Zeichen kommen – Bilder fallen von den Wänden oder hängen plötzlich schief, Lichter gehen an und aus, Gegenstände bewegen sich ohne angefasst zu werden. Wenn uns der Verstorbene ganz nah ist, kann man seine Energie noch oft im Raum spüren, so als würde jemand vorbeihuschen oder neben uns stehen.

Für die Seele wäre es gut, wenn der Mensch noch drei Tage – in der Phase der Auflösung des Raumelements – aufgebahrt wäre, um Abschied zu nehmen, gemeinsam zu beten, Erinnerungen auszutauschen oder eine sogenannte Totenwache zu halten.

Leider ist das in unserer westlichen Welt sehr selten geworden. Es wäre sicher ein Teil der Beziehung zum Verstorbenen und eine alte Tradition, die wiederaufleben würde. Machbar wäre es auch bei sehr heißen Temperaturen. Es gibt Klöster, Kirchen oder Kapellen oder einem gekühlten Raum bei einem Bestattungsunternehmen, welches diesen Service anbietet. Der Trauer wird mehr Raum gegeben und dient auch der Seele, um mit der Situation besser fertig zu werden.

Ich habe dazu ebenfalls Blogbeiträge verfasst, die Ihnen weiterhelfen können:

Auf der anderen Seite des Weges

4 Mythen über das Trauern

 

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Foto: Photo Arts Dr. Heinz Baier